Deutsche Sportlotterie

Rekordverdächtige Körper: Wir erklären die Hochleistungsmaschine Spitzensportler

„Iss, damit du groß und stark wirst“, haben wir bereits als Kind gelernt. Und auch, dass wertvolle Energie nicht in Burger, Pommes und Eiscreme steckt, ist schon lange kein Geheimnis. Doch welche Nahrung befähigt den Körper zu sportlichen Höchstleistungen? Die Profi-Sportler und ihre knallharten Ernährungspläne machen es uns vor. Hier kommt der dritte Teil unserer Wissensreihe zur Hochleistungsmaschine Spitzensportler.

Profis brauchen Profi-Nahrung. Das gilt für jeden Sportler, egal welcher Disziplin. Vor allem aber im Fußball zeigt sich, wie streng und ausgefeilt die Ernährung eines Leistungssportlers abläuft. So überlässt der Koch unserer Fußball-Nationalmannschaft, Holger Stromberg, nichts dem Zufall: Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß und Vitamine – alles muss stimmen und zum richtigen Zeitpunkt den Körpern der Sportler zugeführt werden. Vor allem Kohlenhydrate spielen bei Fußballern eine wichtige Rolle, denn deren täglicher Bedarf an Kalorien liegt mit rund 3500 kcal fast doppelt so hoch wie der einer durchschnittlich aktiven Frau. Auch Männer, die sich normal häufig bewegen, verbrauchen knapp 1000 kcal weniger am Tag als Jogis Jungs. Bildlich ausgedrückt: 35 Bananen braucht es täglich, um den Bedarf an Kohlenhydraten eines Fußballers zu decken – eine enorme Menge.

Also reicht es, einen Sack voll Bananen mit ins Trainingscamp zu nehmen? Natürlich nicht, denn Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. In Form von Zucker, wie es bei der Banane der Fall ist, treiben Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel zwar rasch in die Höhe. Genauso schnell sinkt dieser allerdings auch wieder und die Energie lässt nach. Bei Müller, Boateng und Co. landen deswegen gerade vor dem Spiel reichlich Nudeln und Kartoffeln auf dem Teller, denn diese liefern Energie über einen längeren Zeitraum. Den nötigen Eiweiß-Kick bieten Meeresfrüchte und mageres Fleisch. Da der Kalorienverbrauch während des Spiels enorm ist, müssen die Fußballer in der Halbzeitpause zu Energieriegeln greifen. Andernfalls macht ihr Körper nach rund einer Stunde Höchstleistung schlapp und auch die Versorgung des Gehirns kann dann kritisch werden. Was folgt, sind nicht nur müde Beine, sondern auch eine reduzierte Aufmerksamkeit. Unüberlegte Reaktionen und Verletzungen sind dann häufig die Folge. Nach dem Spiel sollten die erschöpften Speicher ebenfalls wieder rasch mit kohlenhydratreicher Nahrung aufgefüllt werden. Für Läufer gilt übrigens dasselbe. Bevor die Profis in ihre Laufschuhe schlüpfen, verzichten sie jedoch zwei Stunden auf üppige und eiweißreiche Nahrung, um den Organismus durch den Verdauungsprozess nicht zu belasten.

Abseits von Spiel und Marathonlauf sollte der Ernährungsplan abwechslungsreicher gestaltet werden. Dann gilt: Je bunter, desto besser. Viel Obst, Gemüse, Fisch, mageres Fleisch, Milchprodukte, ballaststoffreiches Getreide und Hülsenfrüchte gehören zu einer gesunden Ernährung dazu. Dabei beobachten die Profis stets, was ihrem Körper wirklich gut tut. So verzichtet Profifußballer und Ex-Darmstädter Marco Sailer beispielsweise komplett auf tierische Produkte und hat seine Ernährung dementsprechend umgestellt. Die wirklich „perfekte“ Ernährung ist aber immer eine individuelle Frage.

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