Deutsche Sportlotterie

Rekordverdächtige Körper: Wir erklären die Hochleistungsmaschine Spitzensportler

Dass das Herz eines Spitzensportlers in einer anderen Liga spielt, hast Du bereits im ersten Teil dieser Wissensreihe erfahren. Im zweiten Teil erklären wir, warum auch die Muskulatur der Profis uns Normalsterbliche ganz schön alt aussehen lässt.

Fußballer sind für ihre stählernen Waden und Oberschenkel bekannt. Diese befähigen sie zu einer enormen Schusskraft: 2006 wurde ein Freistoß von Ex-Herthaner Ronny mit 210 km/h gemessen – Bundesliga-Rekord! Daneben sind Profi-Fußballer aber auch exzellente Sprinter. Bayern-Juwel Kingsley Coman führt mit seiner Spitzengeschwindigkeit von 35,06 km/h die Rangliste der schnellsten Sprinter der Bundesliga an. Zum Vergleich: Weltrekordler Usain Bolt kommt auf 43 km/h. Wer nun glaubt, man kann diese Leistung mit Gewichte stemmen und Beinpressen in der Muckibude erzielen, liegt falsch. Zwar kann ein trainierter Bodybuilder dank seiner Muskulatur 150 Kilo auf der Hantelbank drücken. 90 Minuten über den Platz zu rennen, dürfte ihm allerdings ziemlich schwer fallen.

Warum ist das so? Je nach Trainingsart sind Sportlermuskeln grundverschieden beschaffen. Beim Krafttraining mit Hanteln und Co. etwa verdicken sich die Muskelfasern und machen Beine und Arme widerstandsfähiger. Bei Sportlern, die hauptsächlich ihre Ausdauer trainieren, wächst der Muskel hingegen viel weiter im Inneren und zwar direkt in den Zellen selbst: Die Mitochondrien, die „Kraftwerke der Zellen“, legen dabei an Zahl und Größe zu. Damit sie richtig funktionieren können, benötigen sie viel Sauerstoff – und noch einmal mehr bei sportlicher Beanspruchung: Entnehmen sie dem vorbeifließenden Blut im Ruhezustand gerade einmal 15 Prozent des Sauerstoffs, so zapfen sie während des Sports bis zu 100 Prozent des gesamten Sauerstoffgehalts ab. Darauf stellt sich dann auch das Herz ein: Bis zu 90 Prozent des gesamten Blutes wird in die Skelettmuskeln gepumpt, wenn dem Körper Höchstleistungen abverlangt werden. Der Kraftzuwachs der Mitochondrien äußert sich also weniger in übergroßen Muskeln, sondern in gesteigerter Energie.

Neben dem optimierten Energiedepot zeichnet sich der Muskel eines Ausdauersportlers auch durch einen deutlich größeren Glykogenspeicher aus. Dadurch wird die Muskelkontraktion angekurbelt, die für zusätzliche Energie in Armen und Beinen sorgt. Doch selbst der besttrainierte Muskel kann mal schlapp machen und schlagartig verkrampfen – die Muskelkontraktion versagt, ein Muskelkater ist die Folge. Dieser fällt bei Spitzensportlern zwar häufig milder aus als bei völlig Untrainierten, trotzdem zeigt sich dann aber auch bei der Muskulatur der Profis, dass sie trotz Höchstleistungen keine Maschine sind.
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